Floor & Stage


WORUM GEHT ES?

Der Floor ist der Bereich, in dem sich die Gäste am längsten aufhalten, sich wohlfühlen sollen und das Tanzbein schwingen wollen. Die Musik stimmt, das Licht passt, es herrscht angenehme Luft und die Clubgäste erfreuen sich an ihrer Feiernacht in Eurem Club. Perfekt! Ihr könnt währenddessen einiges an Geld und Stromkosten sparen, wenn in eine energieeffiziente Beleuchtung investiert wurde und die Belüftung richtig eingestellt ist.

I.  Beleuchtung

II. Lüftung

 

WAS KÖNNT IHR UMSETZEN?

I.  Beleuchtung

Der Stromverbrauch für Beleuchtung trägt einen großen Teil dazu bei, dass Kohlendioxid in die Erdatmosphäre gelangt. LED (Licht emittierende Dioden) stellen hier die innovativste, energiesparendste Variante auf dem Markt dar.

Wird eine herkömmliche 100-Watt-Glühbirne durch eine 20-Watt-Energiesparlampe ersetzt, senkt sich der Energieverbrauch bei gleicher Leistung um 80 Prozent. Allerdings enthält eine Energiesparlampe giftiges Quecksilber (Energiesparlampen mit Splitterschutz sind im Handel erhältlich) und hat eine Einschaltverzögerung. LEDs sind in diesen Punkten deutlich überlegen. Besonders im ständigen Gebrauch, beispielsweise an der Bar, bei der Toilettenbeleuchtung oder beim Notausgangslicht, lohnen sich LEDs. Deshalb gilt die Faustregel: Je länger eine Lampe brennt, desto eher lohnt sich eine LED.

LEDs benötigen nur einen Bruchteil der Energie und sparen – vor allem gegenüber herkömmlichen Glühbirnen – erheblich Stromkosten. Das Leuchtmittel ist in vielen Lichtfarben, Größen, Formen und Fassungen erhältlich. Sogar der Stil der altbekannten Glühbirne, der „Retroschick“, kann weiterleben. Mit den Glühfäden behält die LED den nostalgischen Glanz der Glühbirnen bei und erzeugt so eine gemütliche Lichtatmosphäre.

Dance_MartinFisch.flickr

Wer dimmbare Sparlampen sucht, muss bei beiden Arten, Energiesparlampe und LED, genau hinsehen. Bei den LEDs sind nicht alle dimmbar und nicht alle Dimmschalter sind geeignet. Bei Energiesparlampen sind die meisten Modelle nicht dimmbar.

Trotz des höheren Kaufpreises einer LED-Lampe sind die Gesamtkosten dank geringerer Stromkosten und längerer Lebensdauer auch gegenüber Halogenlampen deutlich geringer.

Möglichkeiten, um die Clubbeleuchtung energieeffizienter zu gestalten:

  • Gibt es Lichterketten? Die sollten am besten direkt durch LED-Lichterketten ersetzen werden.
  • Bei der Außenbeleuchtung wäre es eine Überlegung wert, Bewegungsmelder einzusetzen.
  • Es gibt natürlich auch LED-Bühnenlichter.
  • Der Austausch von Leuchtstoffröhren gegen LED-Glasröhren ist einfach, denn je nach Bauart der alten Leuchtröhren, muss nur das Vorschaltgerät entfernt werden. Danach kann die neue LED-Röhre eingesetzt werden.

 

II. Lüftung

Die Luftqualität ist ein wesentliches Kriterium für die Gäste: Zu stickige oder feuchte Luft sorgt für ein unangenehmes Ambiente und vertreibt einige Gäste. Oft haben Clubs keine Fenster und eine mechanische Lüftungsanlage regelt die Frischluftzufuhr.

Bevor in eine neue Lüftung investiert wird, können allerlei zusätzliche Vorkehrungen für eine effiziente Nutzung sorgen:

  • Mit einer Schaltzeituhr kann die Luftmenge entsprechend des Bedarfs reguliert werden.
  • Feuchtigkeitssensoren messen die Luftfeuchtigkeit innerhalb und außerhalb des Gebäudes. Durch eine kontrollierte Belüftung kann muffigen Gerüchen, Schimmelpilzbildung und Energieverschwendung vorgebeugt werden.
  • Eine regelmäßige Wartung und Reinigung des Luftfilters ist notwendig, da der Ventilator sonst stärker arbeiten muss, um dieselbe Menge Luft zu befördern.

Generell ist es wichtig die Lüftung so individuell und bedarfsgerecht wie möglich einzustellen. Raucher- und Nichtraucherbereiche brauchen zum Beispiel eine unterschiedliche Versorgung.

Wenn es finanziell möglich ist (die KfW-Bank bietet Förderprogramme an), wäre der Einbau einer dezentralen Zu- und Abluftanlage mit „Wärmerückgewinnung“ für Clubs am komfortabelsten und energieeffizientesten.

Wie funktioniert die „Wärmerückgewinnung“?
Alte Luft raus und neue Luft rein bedeutet im Winter auch immer: warme Luft raus und kalte Luft rein. Somit wird ein Teil der Heizwärme „rausgeheizt”, wodurch entsprechend mehr Heizenergie benötigt wird.
Wärmeaustausch-Pic

Um die Lüftungswärmeverluste zu minimieren, sollte die Wärme von der Abluft auf die Frischluft übertragen werden. Durch einen sogenannten Wärmetauscher wird die Wärme der ausströmenden Luft auf die kalte Luft, die von draußen einströmt, überführt. Dabei werden 60 bis 70 Prozent der Wärmemenge zurückgewonnen, weshalb von einer „Wärmerückgewinnung” gesprochen wird. Über Kanäle wird die warme Luft in der Location verteilt, trotzdem ist die Luft immer frisch. Insbesondere bei Altbauten wird die Schimmelgefährdung durch die Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung enorm reduziert.

Damit eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut werden kann, sollte mit einer fachlichen Beratung geklärt werden, welche Luftleistungen, welche Filter, welches Rohrsystem, welche Regelungen (CO2-Fühler, Feuchte-Fühler) sinnvoll sind.

 

 

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Informationen zu Kosten einer Lüftungsanlage (Interview, Hr. Thoma vom VfW, 2014)

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