Putzen & Abfall

WORUM GEHT ES?

Von der Herstellung über den Einkauf bis zum Einsatz von Reinigungsmitteln kann Putzen eine saubere Sache sein. Hier widmen wir uns einer umweltfreundlichen, ressourcenschonenden und müllsparenden Reinigung im Clubbereich. Besonders wichtig sind dabei der sparsame Gebrauch von Putzmitteln, die Bevorzugung von pflanzlichen Rohstoffen aus biologischem Anbau und das Augenmerk auf die richtige Entsorgung.

I.   Beschaffung allgemein

II.  Reinigungsmittel für WC, Bar und Floor

III. Reinigungsfirmen

IV. Abfallmanagement

 

WAS KÖNNT IHR UMSETZEN?

I.   Beschaffung allgemein

Schon im Vorfeld der Beschaffung sollte geklärt werden, ob die jeweilige Ware überhaupt benötigt wird (Bedarfsanalyse). Neben der Entscheidung, biologisch abbaubare Reinigungsmittel zu verwenden, ist es wichtig zu wissen, dass ein sparsamer Einsatz von Putzmitteln dazugehört. Auch die Verpackung spielt eine große Rolle. Sind die Produktbehälter recycel-, nach- und auffüllbar? Viele Ökoproduktverpackungen bestehen aus
recyceltem Kunststoff und aus dem Kunststoff Green Polyethylen (PE), der aus dem nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr gewonnen wird. Viele Hersteller bieten auch die Möglichkeit an, Nachfüllpackungen zu bestellen.

Wenn Ihr nun das nächste Mal bestellt, dann schaut, ob Ihr direkt die umweltfreundliche Komponente mit einbeziehen könnt – nachhaltige Beschaffung ist nicht unbedingt teurer: Abfallsäcke aus Recycling-Kunststoff, Verzicht auf Strohhalme und Servietten für die Drinks, selbstgemachte Eiswürfel aus Leitungswasser, nachfüllbare ökologische Reinigungsmittel, Einsatz von Recycling-Toilettenpapier, Druckaufträge auf Recyclingpapier oder Getränke aus der Region.

 

II.  Reinigungsmittel für WC, Bar und Floor

Die Verwendung umweltfreundlicher Reinigungsmittel oder altbewährter Hausmittel (ohne Tenside = chemische Substanzen, die schlecht abbaubar sind), z. B. 5 %-Essigsäure, ist von großer Bedeutung – sie belasten unser Grundwasser viel weniger als die chemischen Putzmittel. Leider sind viele konventionelle Putzmittel mit Schaumverstärker, Bleichmittel und anderen aggressiven Chemikalien versehen. Rote oder orangene Warn- und Gifthinweise weisen glücklicherweise auf gefährliche Inhaltsstoffe hin. Den Herstellerhinweisen wie «Vorsicht», «ätzend», «giftig» etc. kann man vertrauen.

Ziel ist nun, diese zu vermeiden und die Abwasserbelastung zu senken. Hilfreich sind dabei Produkte, die keine Chemikalien verwenden, palmölfrei sind und mit lizenzierten Umweltzeichen versehen sind, die garantieren, dass die Natur so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen wird.

Jedes Unternehmen wirbt mit seiner eigenen „grünen“ Firmenphilosophie, doch ist es schwierig herauszufinden, welches Produkt wirklich „sauber“ ist. Codecheck.info, ein Produktcheck-Portal, bei dem sich jede*r über kosmetische, hormonell wirksame Inhaltsstoffe, E-Nummern, Label, Gütesiegel und Nährwerte informieren kann, prüft mit lobbyunabhängigen Expert*innen alle Produkte, die Konsument*innen interessieren. Der Fokus liegt dabei auf Gesundheit und Nachhaltigkeit. Mit den Informationen zu den Inhaltsstoffen kann jede*r selbst entscheiden, welche Werte man mit seiner Kaufentscheidung unterstützen will.

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Beim Reinigen empfehlen sich vor allem Dampfreiniger, Mopp und Kupfer- oder Mikrofasertücher, die auch ohne Chemikalien gründlich reinigen. Im Sanitärbereich reicht ein ökologischer Badreiniger für die Entfernung von normalem Schmutz und Ablagerungen. Für alle anderen Oberflächen ist ein biologisch abbaubarer Allzweckreiniger ausreichend.

Grundsätzlich ist auf WC-Steine, Duft-/Reinigungssteine für Urinale, Lufterfrischer/Duftspender für WC und Waschräume und chemische Abflussreiniger zu verzichten, da sie Luft und Wasser stark verschmutzen.

 

III. Reinigungsfirmen

Falls Ihr Reinigungsfirmen engagiert habt, setzt sie in Kenntnis, dass Euch eine umweltschonende Reinigung wichtig ist und brieft sie, was alles dazu gehört. In Berlin gibt es auch schon einige Reinigungsunternehmen, für die selbstverständlich ist, ressourcenschonend und nachhaltig zu putzen.

 

IV. Abfallmanagement

Beim Thema Abfall geht es um das korrekte Entsorgen. Denn in vielerlei Müll stecken wichtige Rohstoffe, die recycelbar sind. Sogar Zigarettenstummel können wiederverwertet werden. Statt sie in die Schwarze Tonne zu schmeißen, können neben Zigarettenreste auch Aluminiumpapier, Tabaktaschen etc. einfach in einem Karton gesammelt werden und an die Initiative TerraCycle geschickt werden. Im Rahmen des Zigarettenstummel-Sammelprogrammes werden diese Reste dann recycelt.

Sachsen, Chemnitz, Schloßchemnitz - Oktober 2013

Sachsen, Chemnitz, Schloßchemnitz – Oktober 2013

Pappe, Papier, Bücher etc. werden über die Blaue Tonne entsorgt. Jeglicher kleiner Elektromüll kann im Elektrofachhandel mit 400 m² Ladenfläche kostenlos abgegeben werden. Große Elektrogeräte bitte über die vielen BSR-Recyclinghöfe entsorgen. Der organische Abfall eines Clubbetriebes, wie die Reste der Limetten eines Mojitos oder die Gurkenscheiben eines Moscow Mules, wandern in die Biotonne, in Berlin auch Bioguttonne genannt (Braune Tonne). Dieser Abfall ist ein sehr gut verwertbarer Rohstoff, der durch Fermentierung in Energie (Biogas) umgewandelt wird.

Die wichtigste Tonne ist die Wertstofftonne (Ablösung der Gelben Tonne). Neben Kunststoffen, wie Plastikbecher, -flaschen, -folien, -tüten, Alufolie, -deckel, -schalen, Schaumstoffe (z. B. Styropor) und Gebrauchsgegenstände (z. B. Gießkanne, Plastikschüssel) werden auch Metalle (Dosen, Kronkorken, Flaschenverschlüsse, Töpfe, Besteck, Werkzeuge, Schrauben) und Verbundstoffe (Verpackungen, die aus zwei Materialien bestehen), wie Getränkekartons (Tetra Pak®) recycelt.

Nicht in die Wertstofftonne gehören Energiesparlampen, Elektrogeräte, Textilien, Holz, Batterien und Datenträger.

Die Entsorgung der recycelbaren Ware (Wertstofftonne) ist günstiger als die Restmüllentsorgung (Schwarze Tonne)!

 

Ihr habt Fragen und/oder Anregungen? Meldet Euch gerne per E-Mail bei uns: clubliebe e.V. hello@clubliebe-festival.org oder über das Kontaktformular.

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Ökofaire Reinigungsmittel

„Grüne“ Berliner Reinigungsfirma

 

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