Strom & Heizung


WORUM GEHT ES?

Es liegt auf der Hand dass dieses Handlungsfeld eines der wichtigsten ist. Berliner Clubs als große Energiefresser der Stadt könnten über Energieeinsparungen den effizientesten Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn durch jede Kilowattstunde verbrauchten Stroms werden rund 600 Gramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft geblasen.

Es ist ganz einfach mit der Stromnutzung: Weniger ist mehr. Weniger Energie durch bessere Geräte und sparsamen Einsatz.

Energie war in den letzten Jahrzehnten vergleichsweise günstig. Entsprechend verschwenderisch wurde damit umgegangen. Generell ist eine Reduzierung des Energieverbrauches zu empfehlen sowie „grünen“ Strom zu nutzen. Beim Ökostrom handelt es sich um erneuerbare Energien – Energie aus der Kraft von Sonne, Wasser, Wind, aus Biomasse und Erdwärme.

I.   Ökostrom beziehen 

II.  Heizen & Dämmen

III.  Fenster

IV. Energie sparen heißt Geld sparen

 

WAS KÖNNT IHR UMSETZEN?

I.   Ökostrom beziehen 

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Viele konventionelle Stromanbieter schmücken sich mit „grünem“ Strom und haben auch kleine Ökokraftwerke, produzieren jedoch weiterhin Atomenergie oder Energie aus Kohle oder mischen sie mit bei. Es gibt auch hier viele Siegel, die bescheinigen, dass es sich um Ökostrom handelt, doch hinter vielen kleinen Anbietern stecken große Konzerne. Aus diesem Grund haben sich Umwelt- und Verbraucherverbände zusammengeschlossen und nach sehr strengen Kriterien das GRÜNER STROM LABEL entwickelt. Das Siegel gibt Euch eine einfache Orientierungshilfe für den richtigen Ökostromtarif. Mit der Wahl aus ca. 70 lizenzierten GRÜNER STROM-Anbietern schützt Ihr nicht nur das Klima und senkt den CO2-Ausstoß, sondern beteiligt Euch gleichzeitig an innovativen Energieprojekten und fördert den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen. Was spricht also noch gegen einen Wechsel?Logo Grüner-Strom

Auch wenn physikalisch gesehen jeder Strom aus der Steckdose kommt, gibt es einen wichtigen Unterschied bei der Erzeugung des Stroms durch erneuerbare Energien: Es fällt weniger CO2 an! Ihr entscheidet Euch mit der Nutzung von Ökostrom für eine saubere Umwelt. Und hey, die Behauptung, dass Ökostrom immer teurer sei, hat sich nicht bewahrheitet.

Für viele Eurer Bedürfnisse gibt es unterschiedliche Angebote. Bei einigen Anbietern gibt es Nachttarife und für einzelne Veranstaltungen sogar Event-Strom. Lasst Euch einfach beraten!

 

II.  Heizen & Dämmen

Auch Öl- und Gasheizungen verbrauchen Energie. Das Heizverhalten ist ein entscheidender Faktor für hohe Heizkosten.

Entsprechende Regelsysteme und Klimamessgeräte sparen Energie und die Luftqualität wird angenehmer. Der Einsatz programmierbarer Thermostatventile wird es Euch erleichtern, die Temperatur für die Räume genau richtig zu halten. Einige Messgeräte kommunizieren über Funk mit den Ventilen am Heizkörper und erkennen, wann es zu kalt oder zu warm ist und regeln die Temperatur automatisch. Ohne dass Ihr selbst an entsprechende Handlungen denken müsst, können so Energie und Kosten gespart werden. Solche Maßnahmen gehören noch zu den geringinvestiven, d. h., sie kosten wenig und haben eine große Wirkung.

Sind die Heizkörper in der Mauer versenkt montiert, können hitzereflektierende Heizkörperdämmplatten in unterschiedlichen Stärken hinter den Heizkörper eingesetzt werden. Durch die Isolierungsschicht wird der Wärmeverlust reduziert und somit der Geldbeutel geschont.

Letztlich sollte noch darauf geachtet werden, dass alle Heizkörper regelmäßig entlüftet werden, damit sie effizient arbeiten können und keine unnötige Energie verbrauchen.

Wärmedämmung ist ebenfalls ein großes Thema, doch meist Vermietersache. Versucht, fürs Dämmen zu werben. Dämmung rechnet sich vor allem, wenn das Gebäude ohnehin saniert werden muss. Eine gute Außendämmung ist wie eine Thermoskanne: außen kühl und innen bleibt es warm.

Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserrohre, die sich in unbeheizten Räumen (z. B. Keller) befinden, müssen gedämmt werden. Je laufendem Meter gehen dabei bis zu 10 Liter Heizöl verloren. Es gibt vorgefertigte Dämmschläuche, die nachträglich um die Rohre herumgelegt werden können. In beheizten Räumen müssen die Rohre nicht gedämmt werden, da sie so die Wärme an die Umgebungsluft abgegeben.

 

III.  Fenster

Meistens sind es undichte Türen und Fenster, die für einen hohen Wärmeverlust verantwortlich sind. Gibt es Ritzen und Spalten? Zieht es durch die Fenster? Wenn ja, dichtet die Schwachstellen mit geeigneten Materialien (Gummilippen oder Dichtungsbänder – Einsparpotential von 15-20 Prozent) ab. Die andere Möglichkeit wäre, dass die Fenster ersetzt werden oder bei einer Einfach-Verglasung, mit zwei, drei Isolierglasscheiben aufgerüstet werden. Die Belüftung der Räume sollte nach der Dichtung durch häufiges Stoßlüften oder einer gut eingestellten Lüftungsanlage erfolgen, um Schimmelpilz- und Bakterienbildung vorzubeugen.

Der Wärmegewinn von 25 Prozent ist dadurch schon einmal garantiert.

 

IV. Energie sparen heißt Geld sparen

Im Clubbereich ist man auch von vielen elektrischen Geräten abhängig, angefangen bei wichtigen Nutzgeräten wie Getränkekühlschränke und Gefriertruhen bis hin zu Beleuchtung und Soundanlage – sie alle verbrauchen Strom. Dazu kommt der hohe Stromverbrauch im Winter, um den Laden warm zu halten. Es lohnt sich also nicht nur, für die Umwelt Strom zu sparen, sondern auch finanziell.

Hier ein paar Energiespartipps für Euren Club:

  1. Energiemessgeräte für die Messung Eures Stromverbrauchs

Um den Stromfressern auf die Spur zu kommen, habt Ihr die Möglichkeit, mit Strommessgeräten die Hauptverursacher ausfindig zu machen. Sie messen den realen Stromverbrauch in kWh und berechnen die Stromkosten. Um genau zu erfahren, wie viel eingespart werden kann, ist eine Auswertung der Ergebnisse durch Energieberater*innen empfehlenswert.

  1. Energiesparkonto einrichten

Richtet Euch ein kostenloses Energiesparkonto ein und behaltet dadurch den Überblick, was Ihr an Strom, Wasser und Heizungsenergie verbraucht und habt so die Kosten im Griff.

  1. CO2-Verbrauch ausrechnen

Wie viel CO2 Euer Club in die Erdatmosphäre abgibt, könnt Ihr über das Tool von EE MUSIC ausrechnen lassen. Es ist speziell für Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen konzipiert.

  1. Heiz-Check

Für 30 € könnt Ihr Eure Heizung nach Energieeffizienz checken lassen. Fragt einfach bei der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. nach.

  1. Verschwendet keine Wärme

Jedes Grad Celsius weniger spart Euch sechs Prozent Heizenergie. Vor Betriebsöffnung empfehlen wir eine Raumtemperatur von 16°-17°C. Schützt Euren Laden auch vor Zugluft. Wenn Wärme durch Ritzen und Spalten entweichen kann, ist es so, als ob man bei offenem Fenster heizt. Dichtet also Fenster und Türenritzen ab. So könnt Ihr Heizkosten um rund 30 Prozent senken.

  1. Thermostate (Temperaturregler) helfen

An Heizkörpern verhindern sie, dass selten benutzte Räume unnötig beheizt werden.

  1. Ersetzt Eure Glühbirnen durch LED-Lampen

Viele LED-Lampen sind dimmbar und im „Retroschick“ erhältlich. Eine LED braucht nur 4 Watt, um das Licht einer 50 Watt-Halogenlampe zu erzeugen. Wahnsinn, was für eine Ersparnis!

  1. Einfach mal Pause machen

Schaltet elektronische Geräte nur ein, wenn Ihr sie wirklich braucht. Besonders Drucker, Kaffeemaschine, Musikanlage oder die elektronische Kasse müssen nicht angeschaltet sein, wenn sie nicht genutzt werden. Ihr könnt abschaltbare Steckdosenleisten verwenden, die leicht zugänglich platziert sein sollten. Denn auch Geräte, die nur an der Steckdose hängen, verbrauchen viel Strom. Das Umweltbundesamt beziffert die Kosten des Stromverbrauchs in Deutschland durch Stand-by auf vier Milliarden Euro jährlich! Also: Abschalten!

  1. Energieeffiziente Neuanschaffungen

Ihr wollt wissen, welche clubrelevanten Geräte stromsparend sind? Dann erkundigt Euch beispielsweise bei der Orientierungshilfe von EcoTopTen, der Initiative Energieeffizienz oder in der Produktwelt von Blauer Engel. Ihr müsst nicht sofort alle noch funktionierenden Altgeräte abschaffen, aber es lohnt sich abzuwägen: Je älter das Gerät ist und je mehr Strom sich mit dem neuen Gerät einsparen lässt, desto sinnvoller wird der Austausch sein.

 

Ihr habt Fragen und/oder Anregungen? Meldet Euch gerne per E-Mail bei uns: clubliebe e.V. hello@clubliebe-festival.org oder über das Kontaktformular.

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