Team

WORUM GEHT ES?

Jedes Teammitglied hat eine bestimmte Aufgabe, damit die Clubnacht rund läuft und die Gäste, aber auch man selbst, zufrieden ist. Doch wie wäre es nun, neben den alltäglichen Aufgaben, wie Personalplanung, Booking etc., auch die umweltfreundliche Komponente mit einfließen zu lassen? Mit einfachen Mitteln, ohne große Investitionen, lassen sich schnell und unkompliziert Energie und somit Kosten einsparen.

Das Wichtigste dabei ist, alle Kolleg*innen zu informieren, einzubeziehen und für das Projekt „Nachhaltigkeit in unserem Club“ zu motivieren. Wenn dann alle an einem Strang ziehen, wird sich der finanzielle Erfolg schnell einstellen und ganz nebenbei tut Ihr der Umwelt was Gutes.

I.    Einbindung Teamkolleg*innen

II.   Widerstand begegnen

III.  Weiterbildung

IV.  Nachhaltige Kommunikation –

       Tu Gutes und sprich gerne darüber!

 

WAS KÖNNT IHR UMSETZEN?

I. Einbindung Teamkolleg*innen

Klar, einen Club zu leiten ist anstrengend und stressig. Aber, keine Sorge, es wird nicht so schwer, Euer Konzept ein wenig „grüner“ zu organisieren. Die Umsetzung der nachhaltigen Gestaltung setzt zwar einen längeren Prozess voraus, der kontinuierlich vorangetrieben werden sollte, doch wir empfehlen Euch:

Macht es nicht alleine, sondern bindet Euer Team mit ein.

Trefft Euch mal in einer Teamsitzung und erarbeitet zusammen eine Strategie aus:

  • Was gibt es schon?
  • Wo bestehen Schwachstellen?
  • Wozu haben Kolleg*innen und Gäste bereits Nachfragen oder Anregungen geäußert?
  • Wie können wir Geld durch energieeffizientere Geräte sparen?
  • Was kann unser Club tun, um die Welt ein wenig „grüner“ werden zu lassen?
  • Können wir unseren Kiez durch unser Engagement ein wenig unterstützen?

Durch Methoden wie Brainstorming oder „50 Ideen in 5 Minuten“ können Ideen gesammelt, Themen zugeordnet und Aufgaben benannt werden. Haben Eure Gäste schon mal nach regionalen Getränken oder einem Glas Leitungswasser gefragt? Landen zu viele Papierhandtücher auf dem Boden statt im Mülleimer? Nehmt es mit in Eure Ideenfindung auf und erstellt Listen, was bei Euch umgesetzt werden kann. Alles ist erst einmal möglich!

JuliaSchubertFPL

Jedes Teammitglied ist in seinem Arbeitsbereich (Technik, Gastronomie, Künstler*innenbetreuung, Sicherheit, Beschaffung, Sanitär etc.) unabdingbar. Sie kennen ihr Gebiet am besten und können das Projekt mit ihrem Know-How vorantreiben sowie die umweltfreundliche Ausrichtung in ihren Bereich integrieren. Jede*r kann Verbesserungen ausprobieren und die Wirkung unmittelbar erleben.

Regelmäßiges Messen und Dokumentieren des Energieverbrauchs hilft dabei nachzuvollziehen, an welchen Stellen die Maßnahmen funktionieren. Darüber hinaus lässt sich erkennen, ob die Arbeit am Projekt „Nachhaltigkeit für unseren Club“ sich nicht nur für das Gewissen, sondern auch für den Gewinn lohnt.

Zusätzlich ist es hilfreich, jemanden aus dem Team zu finden, der/die Lust hat, ‚Nachhaltigkeitsbeauftragte*r‚ zu werden. Er oder sie ist zukünftig dafür verantwortlich, das Team auf den aktuellen Stand zu bringen, zu recherchieren, was es Neues im Nachhaltigkeitssektor in der Clubszene gibt, zu wissen, wie der Stromverbrauch gestern war etc.

 

II. Widerstand begegnen

Es kann sein, dass nicht alle Kolleg*innen den umweltfreundlichen Maßnahmen gegenüber gleich aufgeschlossen sind – sei es aus Bequemlichkeit, sei es aus der Überzeugung, das Ganze bringe ohnehin nichts. Doch lasst Euch von anfänglichen Widerständen nicht zu schnell entmutigen. Wenn sich Skeptiker*innen ernst genommen und eingebunden fühlen, können sie schon bald zu den engagiertesten Mitstreiter*innen gehören.

Wir empfehlen zudem, nicht mehrere Handlungsthemen gleichzeitig einzuführen, sondern schrittweise vorzugehen. Ihr könntet beispielsweise monatlich ein Thema oder einen Arbeitsbereich beleuchten, um Euch selbst nicht mit der Vielfalt an Aufgabenfeldern zu überfordern.

 

III. Weiterbildung

Seminare, Weiterbildungen und Ausflüge im Bereich Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit können alle Beteiligten motivieren, sich dem „grünen“ Konzept anzunähern. Die Bereitstellung von Informationen über Umweltstandards, Umweltzeichen, Labels und Schadstoffe ist eine wesentliche Voraussetzung für die umweltfreundliche Ausrichtung des Projektes. Gut sichtbares Material im Arbeitsumfeld hilft Euch, sich zu orientieren.

In Berlin gibt es Portale, die sich mit nachhaltigen Themen auseinandersetzen. Zum einen kann man sich beim Umweltkalender der Stiftung Naturschutz Berlin und bei der Berliner Informationsstelle Klimaschutz (BIK) über Seminare und Veranstaltungen zu nachhaltigen Themen informieren. Das Weiterbildungs-Informations-System (WIS), Tochterunternehmen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (IHK) stellt Informationen bereit, sich beruflich weiterzubilden – u.a. mit den Stichworten „Nachhaltigkeit“, „Umwelt“ etc.

 

IV. Nachhaltige Kommunikation – Tu Gutes und sprich gerne darüber!

Informationen können uns alle nur so überfluten. Doch stellt die passende Kommunikation noch eine bedeutende Herausforderung dar. Nachhaltigkeit ist heute ein wichtiges Kriterium in unserem Leben und lädt uns zu verantwortungsvollem und langfristigen Handeln ein. Wenn Ihr also, als Clubbetreiber*in, auf nachhaltiges Wirtschaften achtet und es Euren Gästen vermittelt, kann es gelingen, sie positiv zu überraschen. Entscheidend ist dabei, dass Ihr ehrlich und authentisch kommuniziert – intern wie extern.

Als Beispiel: Wenn Ihr Leitungswasser anbieten möchtet, könnte ein Aufsteller oder ähnliches helfen, den Gästen die Vorteile des Wassers aus der Leitung statt aus der Flasche näher zu bringen. Was spart Ihr und was sparen die Gäste? Grafisch aufbereitet ist das Ganze natürlich gleich viel ansprechender.

So auch mit den Vermieter*innen. Seid Ihr mit der nachhaltigen Gestaltung auf Eure Vermieter*in angewiesen? Zum Beispiel wenn es um die Mülltonnen geht? Bezieht sie doch mit ein: Gespräche und argumentative Forderungen an die Hausverwaltung regen sie meist dazu an, Umweltmaßnahmen zu ergreifen. Langfristig helfen dadurch auch die Vermieter*innen, die Energieeffizienz des Veranstaltungsortes zu verbessern.

Wenn Ihr für Eure nächste Veranstaltung Werbung machen wollt, empfehlen wir Euch Plakate und Flyer auf Recyclingpapier zu drucken. Es gibt in Berlin einige Druckereien, die sich auf umweltfreundliches Drucken ausgerichtet haben. Recyclingpapiernutzung ist vor allem bei regelmäßiger Promotion wichtig. Es werden in Deutschland jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Papier verbraucht (das sind zwei Eiffeltürme!). Verwendet deshalb zertifiziertes Papier mit den Siegeln FSC® oder, noch besser, mit dem Blauen Engel ausgezeichnetes.

Recyclingpapier verbraucht 60 Prozent weniger Wasser und Energie und schützt die Ressource Holz enorm. „FSC®“ garantiert mit seinem Label, dass Recyclingpapier aus einer ökologischen und sozial verantwortlichen Nutzung des Waldes stammt, jedoch ohne den Chemikalieneinsatz zu berücksichtigen. Das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ hingegen steht für höchste ökologische Einspareffekte in der Produktion und setzt weder Chlor noch Bleichmittel ein.

 

Ihr habt Fragen und/oder Anregungen? Meldet Euch gerne per E-Mail bei uns: clubliebe e.V. hello@clubliebe-festival.org oder über das Kontaktformular.

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