Toiletten


WORUM GEHT ES?

Toiletten, Urinale sowie die dazugehörigen Handwaschbecken haben in der Regel den größten Anteil an der Wasserverschwendung. Wir möchten Euch zeigen, wie einfach und ohne Komfortverlust Wasser sorgsam genutzt werden kann und dadurch Eure Kasse entlastet wird.

I.  Toilettenspülung

II. Toilettenpapier

III. Waschbecken

IV. Hände trocknen

 

WAS KÖNNT IHR UMSETZEN?

Ermittelt anhand des Wasserzählers Euren Wassergebrauch pro Veranstaltungstag.

I.  Toilettenspülung

Alle Spülkästen sollten mit einer Wasserspartaste ausgerüstet werden. Moderne Toiletten kommen mit einem Spülvolumen von 4,5 Liter (l) aus. Der Wasser-Stopp besteht aus Gewichten, die eine komplette Leerung des Kastens verhindern (bis zu 15 l/min Frischwasser – was definitiv zu viel ist). Unabhängig von dem maximalen Spülvolumen, das für das „große Geschäft“ notwendig ist, kann mit Spartasten die Spülmenge reduziert werden. Für eine Kurzspülung reichen in der Regel 2 l/min aus.

Spartasten können ihre Funktion natürlich nur dann erfüllen, wenn sie auch benutzt werden, und zwar richtig. Als Tipp: Ein Aufkleber „Spartaste benutzt?“ an jeder Toilette kann so manche*n Benutzer*in auf den richtigen Gedanken bringen.


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*Vgl. Berliner Wasserbetriebe Tarifbetrag 4,12€ (inkl. 7% Mwst.) seit 1.1.2015 (siehe bwb.de)

FAZIT: Wenn Ihr 3l-Spülkästen einsetzt, zahlt Ihr statt 2847,74 € nur noch 949,25 €. Ihr sorgt dafür, dass 460.800 Liter Wasser pro Jahr nicht unnötig verbraucht werden und noch besser: 1898,50 € bleiben in Eurem Geldbeutel!

 

Wir empfehlen Euch, dass in jeder Toilettenkabine der Frauen ein Mülleimer für Hygieneartikel vorhanden ist, um eine mögliche Verstopfung der Abwasserleitungen zu vermeiden.

Neben den gängigen Urinalspülungen bei den Herren, gibt es eine zu 100 Prozent wassersparende Alternative: wasserlose Urinale. Sie verbrauchen weder Wasser noch Strom, sind geruchlos und müssen nicht chemisch gereinigt werden. Durch einen Filter gelangt der Urin in die Abwasserrohre und wird sofort nach Nutzung geschlossen, so dass unangenehme Uringerüche aus der Kanalisation nicht entweichen können. Der Filter muss meist nach ca. 7000 Nutzungen ausgetauscht werden.

Bei rinnenden Spülungen von WC-Anlagen gibt, ist der Wasserverlust gravierend. Durch einen einzigen undichten Verschluss eines Spülkastens können bis zu 20 m³ (=20.000 Liter) Wasser pro Jahr verloren gehen (entspricht 82€/Jahr).

 

II. Toilettenpapier

Ganz einfach: Wir empfehlen Recycling-Toilettenpapier.

Hintergrund: Laut Umweltbundesamt ist die Nachfrage nach Hygienepapieren (u.a. Toilettenpapier und Papierhandtücher) in den letzten zehn Jahren in Deutschland von einer Million Tonnen auf 1,5 Millionen Tonnen gestiegen. Da Toilettenpapier nur einmal verwendet wird und wir damit die Ressource Holz ins „Klo spülen“, ist es unbedingt erforderlich, dass das Papier aus bereits mehrfach recycelten Sekundärfasern besteht. Der Einsatz von Altpapier trägt entscheidend dazu bei, dass Holz nachhaltig geschützt wird. Wir empfehlen Euch bei der Kaufentscheidung einfach auf das Siegel Der Blaue Engel zu achten. Dieses Umweltsiegel garantiert Euch, dass die Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier gewonnen und keine gefährlichen Chemikalien eingesetzt werden.

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Das Label FSC® setzt sich nach den Kriterien der Forest Stewardship Council für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein. Das heißt die Holzpro
dukte mit dem FSC®-Zertifikat sichern die Nutzung der Wälder gemäß sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnissen.

 

III. Waschbecken

An vielen Waschbecken läuft heute noch zu viel Wasser pro Zeiteinheit hindurch. Wenn keine Maßnahmen zum Wassersparen getroffen sind, können aus einem Wasserhahn mit freiem Auslauf bis zu 20 l/min laufen.

Die Wassermenge kann durch Drosseln der Zuflussventile unter dem Waschbecken reduziert werden. Die Auslaufzeit sollte bei Handwaschbecken auf 5 Sekunden begrenzt werden. Wie die Zeit an den unterschiedlichen Armaturen eingestellt wird, ist den Serviceunterlagen des Herstellers zu entnehmen. Wie viel Liter fließen nun aus dem Wasserhahn in einer Minute? Optimal wären weniger als 6 l/min.

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Bei Zweigriffarmaturen kann Wasser vor allem durch den Einsatz von wassersparenden und diebstahlsicheren Strahlregler, auch Luftsprudler genannt, mit max. 5 l/min, gespart werden. Besonders der Brausestrahler wird bei hochfrequentierter Nutzung empfohlen. Dem Wasser wird durch die Düse Luft beigemischt, so dass ein relativ breiter und weicher Wasserstrahl entsteht, der trotz geringerem Durchfluss einen hohen Seifenabtrag garantiert und dadurch Wasser und Energie spart. Strahlregler können die Wassermenge um bis zu 60 Prozent verringern. Durch die Reduzierung des Wasserdurchflusses wird auch lästiges Spritzen wirkungsvoll verhindert.

Eine weitere Möglichkeit, den Wasserverbrauch und die dadurch entstehenden Kosten zu vermindern, ist der Einsatz von Einhebelmischern. Sie geben in der Mittelstellung nur Kaltwasser frei und haben einen Druckpunkt, damit der Wasserhahn nicht automatisch voll geöffnet wird.

Selbstschließende und elektronische Armaturen können die Auslaufzeit des Wassers begrenzen und qualifiziert sie gerade für hochfrequentierte Waschräume. Selbstschlussarmaturen stoppen den Wasserdurchfluss nach einer voreingestellten Zeit, unabhängig davon, ob gerade Wasser benötigt wird oder nicht. Die Zeit lässt sich an der Armatur mit der hydraulischen Steuerung einstellen. Elektronische Armaturen unterbrechen dagegen automatisch den Wasserdurchfluss, sobald sich die Hände vom Sensor entfernen. Mit diesen Armaturen wird gleichzeitig verhindert, dass der geöffnete Wasserhahn „vergessen“ wird und deswegen längere Zeit das Wasser unnötig läuft.

Tropfende Wasserhähne stellen ebenfalls eine erhebliche Quelle für Wasserverluste dar. Durch einen tropfenden Wasserhahn können bis zu 6 m³ Wasser pro Jahr verloren gehen (6000 l = 25 €/Jahr).

Bei Durchlauferhitzern stellt idealerweise die Funktionsweise „eco“ ein. Dadurch wird das Wasser nur erwärmt, sobald es benötigt wird und nicht „auf Vorrat“.

 

IV. Hände trocknen

Beim Händetrocknen kommt es darauf an, dass die Hände vollständig trocken werden. Denn auf feuchter Haut vermehren sich Bakterien schneller. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Trocknungsvorgang nicht zu lange dauert, weil er sonst von den Gästen vorzeitig abgebrochen wird.

Papierspender sind auf Toiletten immer noch weit verbreitet. Deshalb ist beim Kauf von Papiertüchern – wie auch beim Toilettenpapier – darauf zu achten, dass es mit dem Umweltsiegel Blauer Engel versehen ist. Ihr entscheidet Euch dadurch für eine bessere und umweltfreundlichere Alternative und setzt ein wichtiges Zeichen, die Ressource Holz zu schützen.

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Den Warmluft-Händetrocknerfön könnt Ihr gerne abschaffen! Er verbraucht leider zu viel Energie, um die Hände zu trocknen.
Stattdessen ist der Turbo-Händetrockner, auch Jetstream genannt, zu empfehlen. In max. 10 – 30 Sekunden werden die Hände bei etwa 600km/h zu 90 Prozent getrocknet. Das Gerät ist nicht nur energieeffizienter beim Händetrocknen als der Händetrocknungsfön, sondern verbraucht auch kein einmalig benutztes Papier. Beim Kauf des Modells sollte darauf geachtet werden, dass die höchste Gebläsestufe den Schallleistungspegel von 85 dB(A) nicht überschreitet und nicht mehr als 12 kW/min verbraucht wird. Im Standby-Zustand ist es optimal, wenn der „Jetstream“ nur 0,5W/min an Energie verbraucht.

 

 

Ihr habt Fragen und/oder Anregungen? Meldet Euch gerne per E-Mail bei uns: clubliebe e.V. hello@clubliebe-festival.org oder über das Kontaktformular.

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